Überblick

BUIS der nächsten Generation

IT-for-Green hat das Ziel, mit Mitteln der Informationsverarbeitung Unternehmen und ihre Prozesse umweltfreundlicher zu gestalten. Die Leistungsfähigkeit aktuell implementierter BUIS wird den Anforderungen aus der Nachhaltigkeitsdebatte nicht gerecht, denn BUIS müssen bereits in der Produktentwicklung im Rahmen einer umweltintegrierten Produktion sowie bei der strategischen Entscheidungsfindung ansetzen und nicht – wie bisher – erst als End-of-Pipe-Lösung zur bloßen, nachträglichen Dokumentation von Umweltkennzahlen. Große Bedeutung kommt somit dem rechtzeitigen Erkennen von Ursache-Wirkungsbeziehungen zu, um eigenen Umweltauswirkungen proaktiv begegnen zu können. Wesentliche Potenziale für den prophylaktischen Umweltschutzaspekt bleiben sonst ungenutzt.

Im Projekt IT-for-Green wird ein BUIS der nächsten Generation entwickelt, welches auf drei integrierten Modulen basiert, die den gesamten Lebenszyklus von der Input-Seite (Energieeffizienzmessung der verwendeten IKT) über die Transformation (Logistik und nachhaltige Produkt­entwicklung) bis hin zur Output-Seite (Unter­nehmens­­­kommunikation und Nachhaltigkeits­bericht­e) abbilden. Die Gesamtarchitektur sieht eine Sammlung von sog. Green Web Services vor. Diese werden in Zukunft die Basis einer Diensteplattform (Green Service Mall) bilden und nach dem Software-as-a-Service-Prinzip Interessenten zur Verfügung stehen.

Drei ineinandergreifende Module als Referenz-implementierung für ein BUIS der nächsten Generation:

Modul 1 - Green IT
Modul 2 - nachhaltige Produktentwicklung
Modul 3 - NBE & Reporting



 

Bemühungen um Umweltschonung, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz werden durch den Einsatz von Umweltmanagementsystemen unterstützt, die eine Vielzahl heterogener Daten benötigen, um der Planung, Steuerung und Kontrolle von Umweltaufgaben gerecht zu werden. Diese Daten müssen durch Betriebliche Umweltinformationssysteme (BUIS) vorgehalten und zielorientiert bearbeitet werden. Die Leistungsfähigkeit aktuell implementierter BUIS wird den Anforderungen aus der Nachhaltigkeitsdebatte nicht gerecht. Dabei kommt der IT eine entscheidende Rolle in der nachhaltigen Unternehmensentwicklung zu. BUIS müssen bereits in der Produktentwicklung im Rahmen einer umweltintegrierten Produktion sowie in der strategischen Entscheidungsfindung ansetzen und nicht erst als End-of-Pipe-Lösung zur bloßen, nachträglichen Dokumentation von Umweltkennzahlen oder um Legal Compliance herzustellen. Große Bedeutung kommt somit dem rechtzeitigen Erkennen von Ursache-Wirkungsbeziehungen zu, um von einem abstrakten Standpunkt aus die Umweltwirkungen des eigenen Handelns innerhalb des Unternehmens (aber auch über Unternehmensgrenzen hinaus) abzuschätzen und proaktiv zu begegnen. Wesentliche Potenziale für den prophylaktischen Umweltschutzaspekt bleiben sonst ungenutzt.

Bei der ressourcenschonenden Gestaltung und der energie- und umwelteffizienten Steuerung von Geschäftsprozessen wird zudem oft die Erkenntnis vernachlässigt, dass hierfür nachhaltige Organisationsstrukturen und anreizwirksame Situationen für alle beteiligten Akteure geschaffen werden müssen. Hierbei sind eine Vielzahl von Einflussgrößen und deren Wechselwirkungen zu berücksichtigen. Zudem kommt häufig die methodische Sichtweise zu kurz, d.h. es fehlt an Gestaltungsmethoden und Regeln, Reifegradmodellen, ganzheitlichen Anreizsystemen sowie Ursache-Wirkungszusammenhangsmodellen zwischen ökonomischen, sozialen und ökologischen Kennzahlen zur Förderung energieeffizienten und nachhaltigen Verhaltens unter den Stakeholdern, Entscheidern sowie den Verantwortlichen für bestimmte Geschäftsprozessen sowie deren Nachfrager und Anwender. Auf hierfür werden innovative Lösungsansätze benötigt.

Diese vielfältige Aufgabe ist nicht durch die Wissenschaft allein zu bewältigen. Daher wurde das Forschungs- und Transfernetzwerk ertemis (= european research and transfer network for environmental management information systems) mit Kompetenzträgern aus verschiedenen Bereichen für den Aufbau einer innovationsstarken Gemeinschaft ins Leben gerufen. Im Projekt IT-for-Green treibt diese Gemeinschaft die Entwicklung Betrieblicher Umwelt­in­for­ma­tions­­systeme der nächsten Generation voran. Diese Systeme werden auf der Integration von drei Modulen basieren, die den gesamten Produktlebenszyklus von der Input-Seite (Energieeffizienzmessung der verwendeten Informations- und Kommunikationstechnologie) über die Transformation (Produktion/Logistik und nachhaltige Produkt­entwicklung) bis hin zur Output-Seite (Unter­nehmens­­­kommunikation und Nachhaltigkeits­bericht­erstattung) umfassen.

Ziel ist es, die gesamte IT eines Unternehmens als ressourcenlenkendes, integratives Nervensystem zur intelligenten und strategischen Steuerung als Plattform zu begreifen. Auf diese Weise wird ein Chancen/Risiko-effizientes, strategisches Umweltmanagement realisiert und damit nachhaltiger Unternehmenswert ermöglicht. Die Gesamtarchitektur sieht hierfür eine Sammlung von sog. „Green Web Services“ vor. Diese werden in Zukunft die Basis einer Cloud Computing Plattform („Green Service Mall“) bilden und nach dem Software-as-a-Service-Prinzip interessierten Unternehmen zur Verfügung stehen. Unternehmen können auf diese Weise komplette Softwaremodule sowie vernetzte, softwaregestützte Dienstleistungen bedarfsorientiert miteinander verknüpfen und flexibel in ihre Softwarelandschaft integrieren.

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 10. November 2011 um 16:10 Uhr  
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